GIPFELTREFFEN MIT HANNES RINGELSTETTER AUF DIE HOHE KISTEN
5. April 2021
17:45
BR Fernsehen 17:45 Uhr

Gipfeltreffen mit Hannes Ringlstetter auf die Hohe Kisten (1922 m) bei Eschenlohe

Bei strahlend schönem Spätherbstwetter machte sich Werner Schmidbauer mit seinem Gast Hannes Ringlstetter auf den weiten Weg hinauf zur Hohen Kisten, einem relativ unbekannten Gipfel nördlich des wesentlich berühmteren Krottenkopf – des Hauptgipfels des Estergebirges im Garmischer Land. In der Nacht hatte es noch auf dem Krottenkopf geschneit, und so entschloss sich das Team, auf den schneefreien, aber genauso aussichtsreichen Gipfel der Hohen Kisten zu wandern.

Hannes Ringlstetter hatte sich sehr auf dieses Gipfeltreffen gefreut und sprudelte von Anfang an vor Erzählfreude. Er erzählte von seiner Kindheit auf einem Dorf in der Nähe von Straubing, seinem bis heute ambivalenten Verhältnis zum eher strengen Vater, der eher „fürs Grobe“ zuständig und im Umfeld durchaus gefürchtet war. Hannes wurde katholisch erzogen, war als Bub Ministrant und hasste den Klavierunterricht, in den er mit 5 Jahren gesteckt wurde. Er drückte sich, wo er konnte, schwänzte Klavier und Schulunterricht. Schon in den Schulaufführungen war er der Typ der Improvisation, wenn etwas nicht klappte, wie geübt oder vereinbart, lebte Hannes erst so richtig auf… peinlich war ihm fast gar nichts. Dennoch blieb Hannes ein Außenseiter.

Mit der Pubertät wurden dann die Mädchen, der Alkohol, die Rockmusik und seine erste Gitarre wichtig, die Hannes vom Vater geschenkt bekam und die er autodidaktisch erlernte. Hannes begann, gegen den Vater zu rebellieren, und diese Rebellion sollte lange anhalten. Dennoch blieb er auch immer ein „Landei“, wie er sagt, eine Mischung aus Haudrauf und Schöngeist.

Hannes Ringlstetter erzählt vom Zivildienst („ganz wichtige Zeit!“), seinem Germanistik- und Geschichtsstudium, das er zwar abschloss, aber nie und nimmer wie sein Vater Lehrer werden wollte. Hannes beschloss, Rockstar zu werden und verbrachte fast 20 relativ erfolglose Jahre als Musiker, Songschreiber auf Tournee mit seiner Band, bis er im Schlachthof entdeckt wurde und plötzlich alles ganz schnell ging.   

Bei der Gipfelbrotzeit erzählt Hannes über die Bedeutung von Erfolg, seine erst kürzlich entdeckte Liebe zur Meditation und seiner „Lebenshauptaufgabe Zulassen von wirklicher Nähe“. Zum Ende des Gipfeltreffens packt Schmidbauer die mitgeschleppte Gitarre aus und die beiden singen „Heller Schein“, einen nagelnneuen Song von Hannes Ringlstetter. 

Am Ostermontag, den 05. April 2021 um 17:45 im Bayerischen Fernsehen!