Gipfeltreffen mit Stefan Dettl auf dem Ehrenstrasser Kreuz (1234m)
19. August 2021
20:15
Bayerischer Rundfunk-Sommerprogramm

Am 19. August gibt es ein Wiedersehen mit Stefan Dettl, diesmal um 20.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen. 

Es war der erste wirklich warme Frühlingstag Mitte April, als sich Werner Schmidbauer mit Stefan Dettl, dem 34-jährigen Gründer, Kopf, Sänger und Trompeter der legendären LaBrassBanda auf den Weg machte zum Ehrenstrasser Kreuz, einem wenig begangenen Gipfel in Tirol oberhalb von Rettenschöß.

Dettl kam natürlich mit Trompete im Rucksack, aber in Jeans statt Lederhosen und in Bergschuhen statt Barfuß, denn der Weg führte die beiden über so manche Schneefelder, Reste eines langen Winters.

Dettl erzählt in tiefstem Chiemgauer Dialekt über seine Kindheit, seinem Großvater, der Roßknecht war und mit seinen mittlerweile 87 Jahren immer noch stolzer Trompeter ist.

Dettl genoss eine „hübsch entspannte Kindheit“ bei seinen Eltern, die er irgendwie als Hippies empfand, obwohl sie äußerlich traditionelle Handwerker waren.

Mit furchtbar schlechten Noten quält er sich durch die Schule, schreibt Deutschaufsätze in bayerischem Dialekt und wird trotzdem vom Lehrer gefördert.

Schon mit 14 spielt er im Bayerischen Landesjugenorchester und wird die Leidenschaft fürs Musizieren nie wieder los. Dettl erzählt von seiner Bewerbung an der Musikakademie, wo er die Noten daheim vergessen hatte und dennoch genommen wurde, vom Studium der klassischen Musik und der Gründung von LaBrassBanda, die in der ersten Zeit nur Konzerte in England spielten, weil sie in Bayern niemand engagieren wollte.

Auf dem Gipfel plaudert er bei einem „Schnacklbier“ und Fleischpflanzl über seinen Begriff von Heimat, seine Beziehung zu seiner Freundin, den umjubelten Auftritt von LaBrassBanda bei der Ausscheidung zum Eurovision Songkontest 2013, erzählt über Ängste und Pläne.

Und am Ende des Gespräch spielen Schmidbauer und Dettl zu Gitarre und Trompete das Lied von Stefan, das wohl am besten zu diesen Gipfeltreffen passt: „Berg“